Elisabethkapelle

Die Kapelle wurde in den Jahren 1904/05 von Hotelier Carl Haschke und Gönnern zum Andenken an die Kaiserin von Österreich (geb. 1837 – gest. 1898), Elisabeth (Sissi), die 1898 in Genf durch Mörderhand starb, erbaut. Die Kapelle gehörte bis zum Kauf durch die Waldgemeinschaft Zell am See im Jahre 1984 immer zum Hotelbesitz auf der Schmittenhöhe.



Letzter Besitzer war Komm. Rat. Franz Gramshammer, Hotelier in Zell am See (Grandhotel). Die Einweihung der Kapelle erfolgte am 10. September 1908 durch Erzbischof und letzter Kardinal von Salzburg, Johannes Baptist Katschthaler (1900 - 1914), am 10. Jahrestag der Ermordung der Kaiserin Elisabeth.

Eine romantische Hochzeit auf der Schmittenhöhe mit einem gigantischen Panorama.

Elisabethkapelle Hochzeit: EURO 536,--


Baudaten:

Gemauerte Kapelle mit Holzbundwerk und Schindeleindeckung an den Wänden:

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Glockenturm offen
- Blechdach
- Schindelabdeckung an den Außenwänden
- kleiner Vorbau für Sakristei mit Fenster und überdachter Eingangsbereich mit Stiege
- 5 Fenster mit Windläden
- Eingangsbereich links Gedenktafel
- Opferstock und Schutzgitter
- Glocke im Turm.

Die Kapelle wurde 1904/05 von Zimmermeister Straßgschwandtner und Maurermeister Herzog, beide Zell am See, erbaut. Die Kapelle hatte in den letzten Jahren unter den ständigen Witterungseinflüssen stark gelitten und es zeigten sich Schäden im gesamten Bauwerk. Generalsanierung durch die Zeller Waldgemeinschaft ab 1983.

Innenraum:

Kirchenraum, Eingang an der Ostseite über kleine Stiege. Zugang zur Sakristei vor dem Altar rechts, kleine Handglocke rechts beim Sakr. Eingang. Decke aus Holz mit Kerzenluster. 3 Bankreihen rechts, 4 Bankreihen links, 1 Querbank vorne beim Sakristeieingang.

Das Altarbild:

zeigt die hl. Elisabeth von Thüringen (Fürstin der Armen) bei der Brotverteilung an die Armen – im Hintergrund die Wartburg. Links vom Altar ein persönliches Souvenir der Kaiserin Elisabeth. Altarbildeinrahmung aus Holz mit leichter Verzierung und Goldfassungen auf dunkelroter Färbelung.

Altar:

Mitte eine Gruppe Skulpturen – Elisabeth von Thüringen stehend bei Brotverteilung an die vor ihr knienden Armen, im Hintergrund links die Wartburg.
Links vom Altar: Skulptur > Bischof (70 cm)
Rechts vom Altar: hl. Martin mit Schwert, zerteilt seinen Mantel (72 cm)
Auf dem Altar: 4 Kerzenleuchter und Holzkreuz – INRI

Figuren/Heilige:

An der Wand mit Podest: hl. Josef mit Hirtenstab (89 cm), hl. Maria (89 cm) und Jesus spendet Segen (89 cm), alle von Schnitzer Albin Ditscheider, Bildhauer aus St. Ulrich, Gröden Kalenderbild in Goldrahmen: 70,5 x 83 cm

Die Fenster und Geldmittel für den Kapellenbau haben die folgenden, auf den Fensterunterschriften verewigten Familien gespendet (Bleiverglaste Fenster – 5 Stück in Holzrahmen eingesetzt: alle 110 x 140 cm)

1. Motiv:
(Südseite) Elisabeth als Tochter des Ungarkönig Andreas II im Jahre 1207 geboren. Darstellung v. Empfang von Hildegard im Alter von 4 Jahren durch die Familie auf der Wartburg im Jahre 1211. Mit 14 Jahren geht sie die Ehe ein und wird Landgräfin von Thüringen. Fenster gestiftet von Familie Gumpold, Haschke und Sporn. Carl Haschke war ab 1893 bis 1919 Hotelier auf der Schmittenhöhe.

2. Motiv:
(Ostseite) Hildegard verabschiedet sich von ihrem Mann, Landgraf Ludwig IV., der zu einem Kreuzzug aufbrach und 1227 in Süditalien verstarb. Fenster gestiftet von Albert und Anny Schreiber, München, Mai 1910.

3. Motiv:
Elisabeth mit ihren 3 Kindern (Hermann, Sophie und Gertrud). Sie entsagte dem weltlichen Leben und wurde von ihrem Schwager Raspe von der Wartburg vertrieben. Fenster gestiftet von Richard Petersen in Hannover-Rickingen.

4. Motiv:
Elisabeth verteilte Brot an die Armen. Kaiser Friedrich II. hielt um die Hand von Elisabeth an und erhielt eine Absage. Sie wirkte in selbstloser Fürsorge für Kranke und Arme. Fenster gestiftet von Anna und Johanna Hubinger, München, Mai 1910. Sie waren bis zum Jahre 1893 Hotelbesitzer auf der Schmittenhöhe.

5. Motiv:
Nur 24 Jahre hat ihr Leben gewährt, das so reich war an dienender Liebe. Die Hl. Elisabeth verstarb am 17. November 1231 in Marburg a. d. L. Das Motiv zeigt das letzte Geleit der Hl. Elisabeth zur Ruhestätte, getragen von Fürsten und Mönchen. Schon zu Lebzeiten drang der Ruf ihrer wohltätigen Werke weit hinaus in die Lande: sie baute ein Krankenhaus und war eine große Wohltäterin für die Armen. Am 12. Mai 1235 wurde sie durch Papst Gregor IX heilig gesprochen. Fenster gestiftet von Wanda Gräfin von Waldersdorff, geb. Gräfin Festeties in Graz.


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